Sarah Philipp, Duisburger SPD-Landtagsabgeordnete, befürwortet die Pläne der rot-grünen Koalitionsfraktionen zur Offenlegung von Nebeneinkünften. „Die Debatten der vergangenen Jahre haben gezeigt: Die Bürgerinnen und Bürger wollen erfahren, von wem Ihre Vertreterinnen und Vertreter im Parlament über die Abgeordnetenbezüge hinaus Geld erhalten. Einige Fälle zeigen auch, dass es dafür gute Gründe gibt. Wir sollten dem nachkommen und jene, die sich noch immer wehren, zur Veröffentlichung verpflichten“, so Philipp.

Aus den Reihen der Opposition war kürzlich Kritik daran geäußert worden: Abgeordnete aus Freien Berufen sollten nicht benachteiligt werden. „Einige Kolleginnen und Kollegen haben sicher ein Interesse daran, die Identität einzelner Geldquellen nicht preiszugeben. Das ist nachvollziehbar, darf aber nicht das Ziel des Gesetzes unterminieren. Wir müssen uns fragen, was höher wiegt: die Interessen Einzelner oder das Interesse der Öffentlichkeit an der Unabhängigkeit ihrer Repräsentanten“, wies Philipp die Kritik zurück. „Ich bin gespannt, ob sich CDU und FDP auf einen vernünftigen Kompromiss einlassen.“

Philipp selbst hat schon seit einiger Zeit ihre Einkommenssituation auf ihrer Internetseite veröffentlicht. „Die Kritik ist letztlich entlarvend: Wer immer nur so viel preisgibt, wie er unbedingt muss, wird den Verdacht nicht ausräumen können, er hätte wirklich etwas zu verbergen. Diese Salamitaktik schadet dem Ansehen von Politikerinnen und Politikern. Mir war es deshalb ein Anliegen, alle relevanten Infos zu veröffentlichen – vom Geldeingang bis zum Krankenkassenbeitrag“, so die Duisburgerin.