NRW-Schulgipfel zeigt politische Alternativen zum Nichtstun auf

20. November 2020
Senthuran Sivananda

Die zweite Welle der Corona-Pandemie hat das Bildungssystem voll erfasst: Zwanzig Prozent der Schulen und rund 75.000 Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen sind bereits von Quarantänemaßnahmen betroffen. Normalität im Schulalltag? Fehlanzeige! Gemeinsam mit der Grünen Fraktion haben wir daher zu einem digitalen Schulgipfel eingeladen.

Mehr als 250 Personen aus über zwanzig Verbänden und Institutionen hatten sich zur Konferenz eingeloggt und über zweieinhalb Stunden diskutiert, wie der Schulalltag in dieser Krisenzeit verbessert werden kann. Denn eine Zielinzidenz von 50 ist nicht erreichbar, wenn wir nichts bei den Schulen tun.

So verlief die Diskussion:

  • Die Teilnehmenden waren sich einig: Der Unterrichtsbetrieb muss weitergehen – im Interesse der Entwicklung aller Schülerinnen und Schüler.
  • Damit Kommunen Bildungsgerechtigkeit gewährleisten können, benötigen sie Entscheidungsalternativen. Die Einführung inzidenzabhängiger Stufenmodelle wäre eine Möglichkeit.
  • Je nach Alter der Schülerinnen und Schüler sind unterschiedliche Lösungen zu suchen, da die Infektionsgefahr und Betreuungsmöglichkeiten verschieden sind.
  • Schulen mit bereits vorhandenen, guten digitalen Konzepten müssen verstärkt in den Fokus rücken.
  • Lernen findet nicht nur statt, wenn ein Kind vor einer Lehrerin oder einem Lehrer sitzt.

Gesundheitsschutz und Bildungsgerechtigkeit dürfen nicht länger als Zielkonflikte missverstanden werden. Das Motto „Präsenzunterrichtoder gar kein Unterricht“ endet zu oft im Unterrichtsausfall.

Deshalb tragen wir in der kommenden Plenarwoche die guten Ideen des Schulgipfels zusammen und bringen einen entsprechenden Antrag ins Plenum ein.

Weitere Informationen zu unserem Schulgipfel gibt es in diesem Artikel unserer SPD-Landtagsfraktion:

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